Zahnersatz – eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten in der modernen Zahnmedizin

Das oberste Gebot in der modernen Zahnmedizin in unserer Zahnarztpraxis in Gelsenkirchen ist die Gesunderhaltung Ihrer Zähne. Um Ihre Zähne ein Leben lang gesund zu erhalten, legen wir großen Wert auf prophylaktische Maßnahmen. Kommt es zum Verlust von Zahnsubstanz oder gehen Zähne verloren, müssen diese ersetzt werden. Daher kommt der Begriff Zahnersatz oder Prothetik, also die Wissenschaft zum künstlichen Ersatz für verlorene Organe oder Körperteile. Die zahnärztliche Prothetik dient der oralen Rehabilitation und damit der Verbesserung der Ästhetik, der Sprechfunktion sowie der Kaufunktion. Es gibt mehrere Möglichkeiten und verschiedene Materialien die beim Zahnersatz in Betracht kommen. Daher beraten wir unsere Patienten immer ausgiebig und individuell um für Sie die perfekte Lösung zu finden.

Fehlende Zähne beeinflussen häufig das ästhetische Bild des Menschen. Verhaltensforscher haben herausgefunden, dass bei einem Gespräch der Blick des Gegenübers sich abwechselnd auf die Augen und auf die Mundpartie richtet. Ein schönes Lächeln trägt viel zum selbstbewusstem Auftreten bei. Immer wieder hören wir von unseren Patienten, dass sie endlich wieder herzhaft lachen können, ohne dass sie die Lippen herunterziehen müssen oder gar Ihre Hand davor halten müssen. Unsere Zähne sind der schönste Schmuck.

Die Hauptaufgabe unserer Zähne ist die Zerkleinerung der Nahrung. Schneidezähne und Eckzähne haben eine Abbissfunktion. Die Backenzähne oder auch Molaren genannt, zermahlen und zerkleinern unsere Nahrung. Zerstörte oder gar fehlende Zähne beeinträchtigen die Kaufunktion wesentlich. Das kann weitreichende Folgen bis hin zu Verdauungsproblemen führen

Nachfolgend möchten wir Sie kurz und bündig über die wichtigen Begriffe informieren:

Zahnkrone

Zahnkronen Gelsenkirchen

Ein Zahn besteht aus der Zahnkrone, dem Zahnhals und der Zahnwurzel. Die Zahnkrone ist somit der sichtbare Teil des Zahnes. Ist die Zahnhartsubstanz zerstört und kann der zerstörte Anteil nicht mehr mit einer Füllung ersetzt werden, kommt eine künstliche Krone in Betracht. Weitere Indikationen für eine künstliche Krone sind ästhetische Maßnahmen bei verfärbten Zähnen, die Wiederherstellung von fehlenden Stützzonen, die Wiederherstellung der Kieferrelation, sowie die Verankerung von kombiniertem Zahnersatz. Weiterhin kommen künstliche Kronen bei extremen Verschleiß oder Abnutzung sowie der Korrektur von Formanomalien und der Korrektur der Zahnstellung in Betracht.

Für eine Krone wird der Zahn zunächst zirkulär beschliffen. Hierbei wird Zahnhartsubstanz abgetragen um Platz für die künstliche Krone zu schaffen. Der beschliffene Zahn wird anschließend in der Regel mit einem Silikonmaterial abgeformt. Mit Hilfe der Abformung stellt der Zahntechniker ein Gipsmodell her auf dem dann die Krone hergestellt wird. In der Zeit zwischen Präparation des Zahnes und der Herstellung der Krone, wird der beschliffene Zahnstumpf mit einer provisorischen Krone aus Kunststoff versorgt. Die provisorische Krone schützt den Zahn vor thermischen und chemischen Reizen und verhindert, das Wandern der Zähne.

Für die Herstellung der Kronen kommen verschiedene Materialien zum Einsatz. Grundsätzlich können wir die Materialien in metallische und metallfreie Gruppen einteilen. Bei den metallhaltigen Legierungen unterscheiden wir nichtedelmetallhaltige von edelmetallhaltigen Metallen. Die NEM- Legierungen bestehen zumeist aus Cobald, Chrom und Molybdän. Bei den Edelmetallen kommt Gold zum Einsatz.

Metallfreie Kronen hingegen werden aus Zirkon oder Keramik hergestellt. Diese Materialien sind sehr biokompatibel und verträglich.

Da wir in unserer Dentalpraxisklinik in Gelsenkirchen großen Wert auf ganzheitliche Zahnmedizin legen, verwenden wir ausschließlich metallfreie Kronen. Wissenschaftliche Studien zeigen im Schnitt eine Haltbarkeit von etwa 10-15 Jahren für Kronen.

Zahnbrücke

 

Zahnbrücke Gelsenkirchen

Unter einer Brücke versteht man festsitzenden Zahnersatz, der auf mindestens zwei Zähnen befestigt wird, um eine Zahnlücke durch künstliche Zähne zu überbrücken. Die Zähne, die die Brücke tragen, werden als Brückenpfleiler bezeichnet. Eine Brücke ist immer dann indiziert, wenn eine zahnbegrenzte Lücke besteht. Die Brückenpfeiler werden zur Aufnahme der Brücke zirkulär beschliffen. Die fehlenden Zähne, die künstlich ersetzt werden als Brückenglieder bezeichnet

Nach der Präparation der Zähne wird bei der Krone auch ein Abdruck genommen. Anschließend wird der Abdruck im zahntechnischen Labor als Meistermodell ausgegossen und die Brücke angefertigt. Der Patient erhält für die Zeit bis zur Fertigstellung ein Provisorium.

Als Material für die Herstellung einer Brücke können Nichtedelmetalle, Edelmetalle oder metallfreie, also Keramiken als Werkstoff verwendet werden.

Teilprothese

 

Zahnprothese

Eine Teilprothese oder auch partielle Prothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn mehrere Zähne verlorengegangen sind und ein festsitzender Zahnersatz nicht möglich ist. Teilprothesen werden aus einem speziellen, rosafarbenen Kunststoff hergestellt. Die Prothesenbasis trägt die künstlichen Zähne, die aus Kunststoff oder Keramik bestehen.

Man unterscheidet nach technischer Ausführung zwischen mehreren Arten. Meist werden die Prothesen nach der Art ihrer Verankerung benannt.

Die einfachste Teilprothese hat gebogene oder vorgefertigte Halteelemente, die der Prothese die Haltefunktion an den noch vorhandenen Zähnen übernehmen. Der Halt einer einfachen Teilprothese ist eher schlecht als Recht. Der schlechte Halt der Teilprothese führt mit der Zeit zur Lockerung der vorhandenen Zähne. Daher werden einfache Teilprothesen häufig nur aus Kostengründen oder als Immediatersatz als Provisorium hergestellt.

Eine Modellgußprothese besteht aus einem Metallgerüst auf die Kunststoff aufpolimerisiert wird. Für den Halt der Prothese sorgen meist Klammern, die an den Restzähnen abgestützt werden. Der Halt der Prothese ist nicht gut. Als weiterer Nachteil gilt der ästhetische Aspekt. Zumeist sind die Klammern sichtbar.

Kombinierter Ersatz

Ein kombinierter Zahnersatz besteht aus einem festsitzenden Anteil und einem herausnehmbaren Anteil und gilt als spezielle Form der Teilprothesen. Die Namensgebung und die Einteilung des kombinierten Zahnersatzes erfolgt durch die Art der Verbindungselemente.

Teleskopprothesen

Teleskopprothese

Bei Teleskopprothesen handelt es sich um herausnehmbare Prothesen, die über Teleskopkronen ihren Halt gewinnen. Teleskopkronen sind Doppelkronen. Das Primärteil wird auf die bearbeiteten Zähne fest einzementiert. Das Sekundärteil wird in den herausnehmbaren Anteil eingearbeitet und passt exakt auf das Primärteil. Der Halt einer Teleskopprothese ist gut. Der Kaudruck wird gleichmäßig auf die Zähne und auf das Zahnfleisch übertragen. Ästhetisch können Teleskopkronen etwas klobig wirken, weil es sich dabei um Doppelkronen handelt, die mehr Platz erfordern. Der große Vorteil liegt in der Erweiterbarkeit der prothese. Geht ein Zahn verloren, so muss die Prothese nicht neu angefertigt werden und kann problemlos erweitert werden.

Geschiebeprothesen

Gschiebeprothese Gelsenkirchen

 

Bei diesen Prothesen werden die Zähne überkront. Dabei werden die Kronen miteinander verblockt. Die enständigen Kronen erhalten ein Geschiebe. Das Geschiebe besteht aus zwei Teilen, der Matrize und der Patrize. Die Patrize wird an dem herausnehmbaren Anteil der Prothese eingearbeitet und passt exakt in die Matrize.

Stegprothesen

Stegprothese

Stegprothesen wurden in der Vergangenheit häufig hergestellt. Hierbei handelt es sich um herausnehmbaren Zahnersatz, der bei wenigen Restzähnen indiziert ist. Zwischen zwei Zähnen die überkront werden, wird ein starrer Steg zwischen den Kronen verbaut. Das Gegenstück wird in den herausnehmbaren Anteil eingebaut und rastet beim draufschieben ein. Der Halt ist gut. Nachteilig ist die Hygienefähigkeit des Steges.

Totalprothesen

Eine Totalprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz, der bei Zahnlosigkeit im Kiefer eingesetzt wird. Die Prothesenbasis besteht aus rosafarbenem Kunststoff auf der die Zähne aus Kunststoff oder Keramik aufgestellt werden. Für die Erstellung der Totalprothesen wird zunächst eine Abformung des Kiefers genommen. Der Zahntechniker erstellt auf diesen Situationsmodellen individuelle, genau auf den Kiefer passende Abformlöffel mit Wachswällen her. Die Wachswälle dienen später der Bißnahme um Ober und Unterkiefer zueinander zuordnen zu können. Mit den individuellen Löffeln wird ein präziser Funktionsabdruck genommen. Als dann werden im zahntechnischen Labor Modelle hergestellt und die Zähne auf einem Wachsträger für die ästhetische Anprobe aufgestellt. Am Patienten werden die Prothesen anprobiert. Ist die Ästhetik als gut und passend befunden, kann der Zahntechniker nun die Prothesen in Kunststoff umsetzen. Das Knochenangebot bestimmt, ob Prothesen einen guten Halt haben. Je mehr Knochen bereits atrophiert, also abgebaut ist, umso schlechter ist der Halt der Prothesen. Die Prothese findet ihren Halt durch Saugwirkung, der sogenannten Adhäsion. Einen besseren Halt der Prothese kann man durch Implantate erzeugen.

Implantate

Als Implantat bezeichnet man eine Schraube aus Titan oder Zirkon, welche im Kieferknochen zum Ersatz des verlorenen Zahnes eingepflanzt wird. Die Schraube ist ein Hohlkörper in der dann die sogenannte Suprakonstruktion befestigt werden kann. Das Implantat ist der naturgetreuste Zahnersatz. Einen Unterschied zu eigenen Zähnen bemerkt der Patient kaum. Ein Zahnimplantat kommt immer dann zum Einsatz wenn einzelne, mehrere oder aber alle Zähne verloren geganen sind. Bei einem einzelnen Zahn wird auf dem Implantat eine Krone befestigt. Bei grösseren Lücken kann man auch eine Brücke auf Implantaten befestigen. Weiterhin können Implantate zur Stabilisierung und Festigung von herausnehmbahren Zahnersatz dienen.

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