Zahnzusatzversicherung

Zahnersatz kann für Patienten in der gesetzlichen Krankenversicherung teuer werden. Selbst bei Ersatz eines einzelnen Zahnes müssen Sie schnell mehrere Hundert Euro aus eigener Tasche zahlen. Je nach Behandlung kann Ihr Eigenanteil sogar deutlich höher ausfallen, insbesondere wenn mehrere Zähne ersetzt werden müssen. Auch bei Zahnbehandlungen, die der Erhaltung des Zahnes dienen, und für Vorsorgemaßnahmen übernimmt die Kasse oft nicht alle Kosten.

Eine Zahnzusatzversicherung kann solche finanziellen Risiken abdecken und bei der Erhaltung der Zahngesundheit unterstützen. Vor Abschluss sollten Sie sich gut informieren, welche Kriterien bei der Auswahl zu beachten sind. Wir stellen Ihnen hier verschiedene Arten vor. Um eine gute Versicherung handelt es sich erst dann, wenn der Leistungsumfang zu Ihren Anforderungen passt. Außerdem erfahren Sie, welche Zuzahlungen durch Ihre Krankenkasse übernommen werden und wie das Bonusheft funktioniert.

Das Bonusheft und Zuzahlungen durch die gesetzliche Krankenkasse

Müssen Zähne ersetzt werden, steht Ihnen oft nicht nur eine unangenehme Behandlung bevor. Auch die Kosten für den Eigenanteil bei Zahnersatz können teuer werden. Ihre Krankenkasse übernimmt die Hälfte der Kosten, allerdings nur für die Regelversorgung. Ein solcher Zahnersatz ist aus medizinischer Sicht ausreichend und dem Zweck entsprechend, aber auch einfach und kostengünstig. Was als Regelversorgung angemessen ist, wurde zwischen den Verbänden von Krankenkassen und Zahnärzten festgelegt. Das gilt für alle Zahnbehandlungen, natürlich auch für den Zahnersatz. Im Bonusheft werden Ihre Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt eingetragen. Ist das in den vergangenen fünf Jahren lückenlos geschehen, bezahlt Ihre Krankenkasse 60 Prozent der Regelversorgung im Falle von Zahnersatz. Auf 65 Prozent erhöht sich der Zuschuss, wenn Ihr Bonusheft alle Stempel aus den letzten zehn Jahren aufweist.

Zuzahlungen durch den Patienten

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Sie zwischen 35 und 50 Prozent der Kosten für Zahnersatz selbst zahlen müssen. Diese Anteile gelten für den Fall, dass Sie sich für die einfache Regelversorgung entscheiden. Das kann eine Krone oder Brücke aus Metall sein, bei mehreren Zähnen beispielsweise eine herausnehmbare Teilprothese. Aus optischen Gründen entscheiden Sie sich vielleicht für eine Krone aus Keramik. Oder Sie geben einem Implantat den Vorzug vor einer Brücke. In solchen Fällen zahlt Ihre Krankenkasse nicht den je nach Pflege des Bonusheftes fälligen Anteil. Sie erhalten nur den Anteil bezogen auf die vorgegebene Regelversorgung, Ihr Eigenanteil erhöht sich um die Mehrkosten durch die gewählte Behandlung.

Zuzahlungen sind nicht nur bei Zahnersatz erforderlich. Auch wenn es um die Auswahl einer geeigneten Füllung geht, entscheiden Sie sich unter Umständen für eine bessere Qualität als durch die Regelversorgung vorgesehen. Auch in solchen Fällen tragen Sie die Mehrkosten. Zahnprophylaxe ist wichtig, doch auch hier übernehmen gesetzliche Krankenversicherungen nicht alle Kosten. Viele Kassen wälzen die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung auf Sie als Versicherten ab, auch wenn die Vorsorge dem Erhalt der Zähne dient.

Was ist eine Zahnzusatzversicherung?

Darunter versteht man eine private Zusatzversicherung, die Kosten bei der Zahnbehandlung übernimmt, die gesetzliche Krankenversicherungen nicht abdecken. Im Idealfall werden damit durch einen geringen monatlichen Betrag hohe Zuzahlungen im Fall einer Behandlung abgesichert. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist bei einigen Behandlungsfeldern nicht ausreichend. Das gilt insbesondere für Zahnersatz und Implantate. Aber auch beim Thema Zahnerhaltung übernehmen Kassen oft nicht alle Kosten für Füllungen und Wurzelbehandlungen. Auch die professionelle Zahnreinigung als anerkannte Prophylaxe gehört nicht standardmäßig zum Leistungsumfang von gesetzlichen Krankenversicherungen. Auch kieferorthopädische Maßnahmen bei Erwachsenen werden oft gar nicht übernommen.

Welche Arten von Zahnzusatzversicherung gibt es?

Ihre Zähne und Ihr Gebiss sind individuell. Sie haben andere finanzielle Risiken und andere Anforderungen als andere Menschen. Darauf stellen sich die Versicherer ein. Die Zahnzusatzversicherungen unterschiedlicher Anbieter weisen unter Umständen große Unterschiede auf. Auch von einem Versicherungsunternehmen werden möglicherweise mehrere Tarife angeboten, um Kunden eine größere Auswahl zu bieten. Unterschiede gibt es zuallererst bei den versicherten Risiken. Hier sollten Sie als Patient eine Auswahl treffen, welche Finanzierungslücken Sie abdecken möchten. Die Behandlung beim Kieferorthopäden mag nur für eine bestimmte Zielgruppe relevant sein, während das Thema Zahnersatz früher oder später bei den meisten Menschen akut wird. Achten Sie daher bei der Auswahl des Tarifs auf die für Sie wichtigen Bausteine und schnüren Sie so ein individuelles Paket.

Auch bei der Übernahme der anfallenden Kosten gibt es Unterschiede bei Zahnzusatzversicherungen. Je nach Vertrag werden Mehrkosten komplett oder anteilig übernommen. Eine sinnvoll gewählte Selbstbeteiligung kann die monatlichen Kosten für die Versicherung reduzieren. Es gibt Versicherer, die Beiträge für ältere Menschen automatisch anpassen. Natürlich steigt das Risiko mit zunehmendem Alter und damit auch die Kosten. Allerdings sollten Sie als Kunde darauf achten, dass Sie sich die Beiträge dann auch noch leisten können. Als Alternative gibt es Angebote, bei denen die Beiträge auch im Alter stabil bleiben. Vergleichen Sie die Optionen und wählen Sie, was Ihrer Situation entspricht.

Worauf gilt es bei der Auswahl einer Zahnzusatzversicherung zu achten?

Je nach Vertrag müssen Sie eine bestimmte Wartezeit in Kauf nehmen, bevor Ihr Versicherer Zusatzkosten bei der Zahnbehandlung übernimmt. Das bedeutet, dass Sie nach Vertragsabschluss beispielsweise sechs Monate warten müssen, bevor die Zusatzversicherung überhaupt greift. Aber auch hier gibt es Abweichungen bei den Tarifen, manche kommen ohne Wartezeit aus. Der volle Leistungsumfang ist bei vielen Verträgen erst nach einigen Jahren gewährleistet. In der Anfangszeit sind Höchstbeträge definiert, die Jahr für Jahr ansteigen. Fehlen Ihnen schon bei Vertragsabschluss Zähne oder wurde eine Zahnbehandlung bereits begonnen, lehnen die Versicherungsunternehmen die Kosten in der Regel ab. Wenn Sie über den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung nachdenken, sollten Sie das daher frühzeitig tun, solange Ihr Gebiss noch in einem guten Zustand ist. Vergleichen Sie die Angebote gut, damit Sie bei einer anstehenden Behandlung keine Überraschung erleben.

Der Leistungsumfang einer guten Zahnzusatzversicherung:

Eine gute Zusatzversicherung sollte die anfallenden Kosten übernehmen, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht bezahlt werden. Idealerweise ist sie auch dann noch abschließbar, wenn Sie schon in Kürze mit einer Behandlung rechnen müssen. Aber nicht jeder Tarif ist sinnvoll. Wichtig ist, dass er zu Ihren eigenen Bedürfnissen passt. Überlegen Sie daher vor Vertragsabschluss gut, welche Bereiche der Zahnmedizin Sie abdecken wollen und welche nicht. Holen Sie dazu auch den Rat Ihres Zahnarztes ein. Er kennt den Zustand Ihrer Zähne und kann mögliche Risiken dank seiner Erfahrung einschätzen. Eine gute Zahnzusatzversicherung nimmt Ihnen die Angst, vor der Zahnbehandlung und den anfallenden Kosten.

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